anticache

TUM Cairo: Prof. Benz vertritt die HFM bei 150-Jahr Feier der TUM in Ägypten

26.04.2018


Strahlende Gesichter: Das 150-jährige Jubiläum der TUM wurde in Kairo standesgemäß gefeiert. Bild: Felix Bock / DAAD

Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder anlässlich des 150-jährigen Gründungsjubiläum der Technischen Universität München (TUM) vor geladenen Gästen in der Münchner Residenz gratulierten, fand gleichzeitig eine weitere Jubiläumsfeier auf dem afrikanischen Kontinent statt, genauer gesagt in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. 80 bedeutende Gäste, Partner, Alumni und Freunde wurden am 12. April in der DAAD-Außenstelle von Heba Afifi, Liaison Officer des Verbindungsbüro TUM Cairo, herzlich begrüßt.

Nach den Eröffnungsworten von Dr. Roman Luckscheiter, Leiter der DAAD-Außenstelle Kairo, und Herrn Simon Brombeiss, Leiter der Kultur- und Bildungsabteilung der Deutschen Botschaft in Kairo, hielt Herr Hany Elkateb, ehm. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TUM und Mitglied des Präsidentschaftsbeirates der Wissenschaftler und Experten in Ägypten, einen Vortrag über das Potenzial und die Perspektiven für eine nachhaltige Forstwirtschaft und Holzindustrie in Ägypten. Herr El Kateb initiierte das Aufforstungsprojekt zwischen der TUM und ihren Kooperationspartnern Ain Shams University und Alexandria University. Das wegweisende Projekt, gefördert durch den DAAD, zielt darauf ab, Abwasser für die Produktion von Holz, Biomasse und Biotreibstoffen zu nutzen.

Deutsch-ägyptische Zusammenarbeit trägt Früchte

In der anschließenden Podiumsdiskussion TUM in Ägypten „TUM in Ägypten – Wege zur erfolgreichen Zusammenarbeit“, moderiert von Dr. Iman Gomaa, TUM Alumna und Associate Professor für Biotechnologie an der Nile University, wurden Kooperationsprojekte zwischen TUM und ägyptischen Partnern beleuchtet und Erfolgsmethoden ausgetauscht.

Das Projekt „NeXus of Water, Food and Energy“ behandelt das Zusammenspiel und die gegenseitige Beeinflussung der limitierten Ressourcen Wasser, Nahrung und Energie, wie Dr. Sherif El-Didy, Professor für Hydraulik an der Cairo University erklärt. Sieben Länder aus den drei Kontinenten Afrika, Europa und Nordamerika sind an dem Projekt beteiligt. Ziel ist es, die Mobilität von Wissenschaftlern und Studierenden zu fördern um ein themenspezifisches, NeXus-orientiertes Netzwerk aufzubauen, das die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zwischen der TUM und den Kooperationspartnern in Ägypten – Cairo University und Helwan University – fördert.

Eine der Masterstudierenden, die vom Mobilitätsprogramm profitiert haben, ist Heba Shawky, die als Lehrassistentin in der Bewässerungs- und Hydraulikabteilung der Cairo University arbeitet. Sie berichtete dem Publikum von ihren Erfahrungen mit der NeXus Summer School, die sie letztes Jahr in München besuchte.

Prof. Dr. Philipp Benz, Professur für Holz-Bioprozesse an der TUM besuchte Ägypten zum ersten Mal. Über den TUM Global Incentive Fund initiierte er eine Zusammenarbeit mit der Cairo University und nahm auch an der Podiumsdiskussion teil.„Während meines Besuchs in Kairo habe ich erlebt, dass deutsche Wissenschaft und Ingenieurwesen in der arabischen Region noch immer einen sehr guten Ruf genießen. Die vielen Kooperationsprojekte zwischen ägyptischen Wissenschaftlern und der TUM, die im Rahmen dieser Feierlichkeiten präsentiert wurden, sind daher ein lebendiges Beispiel für die Internationalität der TUM und die Tatsache, dass unsere Universität ein starker Botschafter der deutschen Wissenschaftskultur ist“, erklärte Prof. Dr. Philipp Benz.

Dr. Mohamed Salama, Extraordinary Professor für Neurotoxikologie an der Mansoura University, arbeitet seit acht Jahren mit der TUM auf dem Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen zusammen. Nach Abschluss eines Parkinson-Projekts in 2015, setzte er die Zusammenarbeit mit dem GeneFINDER-Projekt in 2016 fort, um Gene zu identifizieren, die für familiäre Formen neurodegenerativer Erkrankungen verantwortlich sind. Dr. Salama betonte, dass die Bildung eines multidisziplinären Teams mit einer Vielfalt von Forschungshintergründen eines der Schlüsselfaktoren ist, um eine langjährige bidirektionale Zusammenarbeit zum Erfolg zu führen.

Die Feierlichkeiten schlossen mit dem Anschneiden der eigens kreierten Jubiläumstorte ab und die Gäste konnten den Abend im Garten des DAAD ausklingen lassen.